Seit Anfang Februar ist das Impfzentrum des Landkreises Vechta offiziell geöffnet und bereits im Januar wurde mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen durch die mobilen Impfteams begonnen. Bundestagsabgeordnete Silvia Breher verschaffte sich einen Eindruck vor Ort.

Landrat Herbert Winkel, der Erste Kreisrat Hartmut Heinen sowie der Leiter des Impfzentrums Christian Ewald und der ärztliche Leiter Dr. Frank Hammersen führten Silvia Breher durch das Impfzentrum, schilderten ihr die Arbeitsabläufe und gaben ihr ein Update über den derzeitigen Stand der Impfungen im Kreisgebiet.

„Von den insgesamt circa 7.100 über 80-jährigen Personen aus dem Landkreis Vechta ist inzwischen die Hälfte das erste Mal geimpft, ein Teil ist sogar schon vollständig geimpft“, berichtet Christian Ewald. „Begonnen haben wir mit den Impfungen zunächst in den Alten- und Pflegeheimen. Inzwischen sind aber auch weitere Personen der 1. Priorität geimpft, wie zum Beispiel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste, der Krankenhäuser oder der ambulanten Pflegedienste“. Am kommenden Wochenende werden zudem die ersten niedergelassenen Ärzte geimpft, parallel zum regulären Betrieb im Impfzentrum.

Silvia Breher lobte besonders das Impfpatenmodell im Landkreis Vechta, mit dem über 80-Jährigen auf Wunsch eine Person zur Unterstützung und Begleitung vermittelt wird. „Gerade das Anmeldeverfahren zur Impfung kann für ältere Personen durchaus eine Hürde darstellen, die sich dank der Unterstützung der Impfpaten leicht überwinden lässt.Das Impfpatenmodell ist eine tolle Möglichkeit, um die Impfung möglichst vielen Personen zugänglich zu machen.“

Doch auch bestehende Probleme und Wünsche zum weiteren Vorgehen gab Landrat Winkel Silvia Breher mit auf den Weg nach Berlin. Die größte Herausforderung für die Kommunen sei die sehr kurze Zeit, in der Beschlüsse umgesetzt werden müssen. Der Erste Kreisrat Hartmut Heinen ergänzt: „Wir wünschen uns vom Bund, dass wir über die gefassten Beschlüsse nicht erst kurzfristig informiert werden, sondern genügend Vorlaufzeit für die Umsetzung erhalten. Ansonsten führt dies zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung.“

Zum Schluss dankten sowohl Silvia Breher als auch Landrat Herbert Winkel allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Impfzentrums „für ihren unermüdlichen, hochmotivierten Einsatz. Gerade der Bundeswehr möchte ich sehr danken, die uns bei der Pandemiebekämpfung unterstützt. Aber auch allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier vor Ort gilt mein Dank für ihre hervorragende Arbeit“, sagt Landrat Winkel.

Der Landkreis Vechta hat zudem ein Bürgertelefon im Impfzentrum eingerichtet, das alle Fragen rund um das Thema „Impfen“ beantwortet. Es ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 04441/898-3335 zu erreichen.